AGVS unterstützt Pläne von Auto-Schweiz

Schluss mit dem Schweizer Sonderweg

Kein Schweizer Sonderweg bei den CO₂-Vorschriften: Es ist nur eine von mehreren Forderungen, die Auto-Schweiz an seiner GV stellte. Der AGVS unterstützt diese Pläne.
Publiziert: 09. Juni 2026

Von

AGVS-Newsdesk


										Schluss mit dem Schweizer Sonderweg
Technologieoffenheit statt Sonderwege, fordert der AGVS. Foto: Magnific

Während sich die europäischen Märkte erholen, kämpfen Schweizer Importeure mit einem rückläufigen Markt und rigiden Regulierungen, die in millionenschweren Sanktionen gipfeln. Oberste Priorität hat für Auto-Schweiz daher die rasche Übernahme der europäischen Flexibilisierungsmassnahmen bei den CO₂-Flottenvorschriften. Eine zusätzliche Belastung gegenüber dem Ausland sei nicht länger tragbar. «Die Schweiz darf sich keinen regulatorischen Sonderweg leisten», mahnte Thomas Rücker, Direktor von Auto-Schweiz. Es brauche endlich mehr Technologieoffenheit und eine Politik, die sich an der Realität statt an ideologischen Wunschvorstellungen orientiere.

 

Deregulierung und finanzielle Entlastung gefordert

Die Branche benötigt dringend Planungs- und Investitionssicherheit. Statt neuer Vorschriften fordert Auto-Schweiz einen konsequenten Abbau des Regulierungsdickichts – von unnötigen Deklarationspflichten bis zu marktverzerrenden Regeln. Zudem wehrt sich der Verband gegen neue finanzielle Lasten. Angesichts von bereits fast 13 Milliarden Franken, welche die Branche und die Automobilisten jährlich an Steuern und Abgaben leisten, fordert der Verband eine Entlastung und spricht sich unter anderem für die Abschaffung der Automobilsteuer aus.

Kritisiert wird auch die aktuelle Schieflage bei den Infrastrukturinvestitionen des Bundes. Obwohl zwei Drittel des Personen- und Güterverkehrs auf der Strasse abgewickelt werden und die Staustunden Rekordwerte erreichen, soll im Rahmen von «Verkehr 45» der Grossteil der Gelder in die Schiene fliessen. Gefordert wird eine Politik, die den realen Mobilitätsbedürfnissen entspricht.

 

Klare Wort vom AGVS-Geschäftsführer 

Als enger Partner unterstützt der AGVS die Forderungen nach mehr Pragmatismus und Marktbezug in der Verkehrs- und Klimapolitik. Die Schweizer Garagenbetriebe brauchen Planungssicherheit statt zusätzlicher Belastungen, damit sie weiterhin in neue Technologien, Fachkräfte und die Mobilität ihrer Kundinnen und Kunden investieren können.

«Unsere Mitglieder stehen täglich im direkten Kontakt mit den Kundinnen und Kunden und erleben die Herausforderungen der Transformation aus erster Hand. Damit die Branche den Wandel erfolgreich gestalten kann, braucht es verlässliche Rahmenbedingungen, Technologieoffenheit und den Verzicht auf regulatorische Schweizer Sonderwege», sagt Christian Wyssmann, Geschäftsführer des AGVS.